Eigenkapital

Die Bürgschaftsbank garantiert für Sie

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Obwohl „-bank“ im Namen, gibt diese Institution kein Geld, sondern eine Garantie. Man könnte sagen, sie ist eine „Selbsthilfegruppe“ der Wirtschaft“.  Darin befinden sich Vertreter von Geschäftsbanken, Handwerks- und anderen Kammern, Fachverbänden von Wirtschaftszweigen und Versicherungen, alles Träger der Bürgschaftsbank. Jedes Bundesland hat so eine Bürgschaftsbank. Die Idee: kein vernünftiges Geschäftsmodell oder Gründer soll nur deswegen mit seinem Antrag auf Finanzierung scheitern, weil er zu wenig Eigenmittel oder nicht genügend Sicherheiten anbieten kann. Den Rest des Beitrags lesen »

Crowdinvesting – Beteiligungskapital von „Menschen wie Du und ich“

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Für Unternehmen aller Größen eine Möglichkeit, Kapital für den Kauf oder die Entwicklung von Produktionsausrüstung, für kleinere Investitionen in Forschung und Entwicklung aber auch in Maßnahmen für die Markteinführung zu gewinnen. Dieses Instrument kommt häufig auch dann zum Einsatz, wenn andere Wege zur Kapitalbeschaffung nur schwer oder gar nicht möglich sind, z.B. weil Fremdkapitalgebern das Risiko zu hoch erscheint oder weil hinreichende Sicherheiten nicht gestellt werden können oder weil weder Business Angels noch Venture-Capital-Gesellschaften gewonnen werden konnten. Der Kapitalbedarf, der über diesen Weg beschafft werden kann, startet meistens bei €100.000. Es ist eine ziemlich neue Form der Finanzierung, bei der sich Interessierte, auch nicht vermögende private Personen, bereits mit kleinen Beträgen – ab €25 –  als Investor an einem Projekt beteiligen können.  (Ein Verwandter davon ist das sog. Crowd- oder auch „Peer-to-Peer Lending). Es tummeln sich in diesem Bereich bereits einige Organisationen wie z.B.  seedmatch, lightfin, companisto, kickstarter und Kapilendo Venture, nur um mal einige zu nennen.Hier wie es im Prinzip funktioniert: Den Rest des Beitrags lesen »

Mit Markenrechten die Eigenkapitalbasis verbessern

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Nutzen einer „versteckten“ Liquiditätsreserve durch Mobilisierung der monetären Werte von Marken. Mittelfreisetzung, Besicherung und Anwerbung von neuem Kapital . Den Beitrag hat Herr Dr. Ottmar Franzen vom Unternehmen „Konzept & Markt GmbH“ aus Geisenheim im Rheingau freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Eine starke Marke ist einer der Hauptgaranten für den Erfolg von Unternehmen. Unternehmen, wie Adidas, Beiersdorf (Nivea, Tesa) oder Daimler (Mercedes, Smart, Unimog, Setra) unterstreichen dies. Aber auch weniger erfolgreiche Unternehmen profitieren davon, wenn sie bei dem Versuch, ihre Eigenkapitalbasis zu verbessern, ihre Marken ins Kalkül ziehen. Der Autor dieses Beitrags hat in den zurückliegenden 25 Jahren fast 1.000 Marken, u.a. die Marken Blaupunkt, Pro Sieben oder ISPO Munich, bewertet. Die Erfahrung zeigt, dass Marken erkleckliche Werte darstellen können:

Die Unternehmensmarke eines mittelständischen Herstellers von Fruchtgetränken mit ca. 30 Mio. € Umsatz stellt einen Gegenwert von 4,2 Mio. € dar. Ein mittelständischer Hersteller von Mode mit 150 Mio. € Umsatz realisiert mit seiner sehr starken Marke einen Wert in Höhe von 180 Mio. €. Für die Baumarktkette OBI (international, 4,7 Mrd. € Umsatz) weisen wir einen Markenwert in Höhe von 760 Mio. € aus.

Da Markenwerte in Bilanzen nicht aktiviert werden dürfen, liegt Ihr Wert häufig im Dunkeln. Insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen sind ich der tatsächlichen Werte nicht bewusst. Darüber hinaus kommt zum Tragen, dass nicht nur aktive und im Markt präsente Marken sondern auch inaktive Marken einen Wert darstellen. Insbesondere wenn diese Marken national oder international geschützt sind, stellen sie ein interessantes Asset dar, denn die Kosten für die Kreation und den Schutz einer völlig neuen Marke sind erheblich und können schnell 10.000 bis 20.000 € erreichen.

Wer inaktive Marken besitzt und auch in Zukunft nicht nutzen möchte, kann sie zum Verkauf anbieten. Beispielsweise werden über die Vermittlungsplattform der mit uns kooperierenden Markenbörse  www.marken-boerse.com  Markenrechte zum Kauf angeboten. Das Angebot kostet für den Markeninhaber nur eine geringe Gebühr und erst bei erfolgreicher Vermittlung wird eine Provision fällig.

Eine Bereinigung des Markenportfolios und die Veräußerung von nicht genutzten Markenrechten kann eine Menge an stillen Reserven heben.

Aber auch Markenrechte, die man nicht verkaufen möchte, stellen ein attraktives Instrument dar, die Eigenkapitalbasis zu verbessern. Kommen wir zurück auf das Beispiel des Herstellers von Fruchtgetränken. Hier stellte sich die Situation so dar, dass für dringend notwendige Investitionen keine Eigenmittel vorhanden waren. Die Banken waren nicht bereit, weitere Investitionskredite zu geben. In dieser offensichtlich verfahrenen Situation kommt der Wert der Marke ins Spiel, der ja immerhin 4,2 Mio. € repräsentiert. Für das Unternehmen bieten sich mehrere Möglichkeiten an, den Markenwert zu mobilisieren:

  1. Sale and Lease back – Die Marke wird an einen Investor verkauft und dann für die eigene Nutzung geleast. Mit diesem Schritt wird kurzfristig frisches Kapital in die Kasse gespült. Vertraglich kann ein bevorzugtes Rückkaufsrecht für die Marke eingeräumt werden, das es dem alten Markeninhaber erlaubt, in einer wirtschaftlich besseren Situation die Markenrechte zurückzukaufen.
  2. Besicherung der Markenrechte für Fremddarlehen – Wenn das Eigenkapital als Sicherheit nicht mehr ausreicht und auch keine Bürgschaften gestellt werden können, stellt die Marke die Sicherheit dar. Die Markenrechte werden an den Kreditgeber als Sicherheit abgetreten. Die Beleihung erfolgt im Regelfall nicht zu 100%, ca. 30% bis 40% sind aber realistisch.
  3. Argument zur Anwerbung von externen Investoren – Eine wertvolle Marke macht ein Unternehmen unbestritten attraktiver, insbesondere auch für neue Investoren. Neue Investoren können als stille oder als Neu-Gesellschafter das Eigenkapital erhöhen.

Eine Markenbewertung macht also in vielerlei Hinsicht Sinn. Vor allem schafft sie Bewusstsein und Sicherheit über eine stille Reserve, die in der Krise die letzte Rettung sein kann. Achten Sie darauf, dass die Bewertung seriös nach den Einschlägigen Standards durchgeführt wird, insbesondere der DIN ISO-Norm 10668. Ein weiteres wichtiges Gütekriterium ist, dass nicht nur reine Finanzkennziffern sondern der Status der Marke in den Köpfen der potenziellen Nachfrage berücksichtigt wird. Der Wert einer Marke entsteht nicht auf dem Papier, sondern durch die Reputation bei den Kunden.

Mehr Informationen erhalten Sie unter  www.markenbewertung.de.

 

Existenzgründung Kredit: Eigen- und Fremdkapital

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Existenzgründung & Kredit twinlili_www.pixelio.de
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Banken/Fremdfinanzierer verlangen von Firmengründern generell eine „Mischkalkulation“: eine Eigenkapitalquote von 15-20% der Gesamtinvestitionssumme. Was spricht eigentlich gegen  

a. eine Investition rein aus Eigenmitteln?

Eine Investition rein aus Eigenmitteln und in Folge aus dem Geschäftserfolg ist natürlich das Beste, da weder Abhängigkeit von noch Preis für fremde Ressourcen fällig werden. Allerdings kann man nie ganz sicher sein, ob das – besonders in der frühen Phase des Unternehmens – auch wirklich reicht. Möglicherweise werden Reserven für das laufende Geschäft als auch potentielle Sicherheiten im Rahmen späterer/weiterer Projekte erschöpft, was deren Finanzierung wiederum dann schwierig macht.

Falls Beteiligungskapital von außen zugeführt werden soll, ist eine Eigenkapital- ggü. der Fremdfinanzierung teuer: mind. 10%, eher 15% und mehr, erwarten die Investoren. Diese erwarten u.a. eine Risikoprämie auf ihre Einlage, da das Eigenkapital ein vergleichsweises hohes Risiko trägt und im „Ernstfall“ vollständig haftet. Fremdkapital gibt es heutzutage bereits zu ca. 3% oder noch weniger und wird im Insolvenzfall auch eher bedient bzw. zurückgezahlt als Eigenkapital.

b. eine Investition rein aus Fremdkapital?

Zunächst ist es nur für ganz junge Unternehmen wahrscheinlich, beim Start ausschließlich mit Fremdkapital, bevorzugt aus öffentlichen Fördermitteln, zu finanzieren.  Dabei wird die Hausbank teilweise sehr weit haftungsfreigestellt, was das Thema der Sicherheiten bzw. Eigenmittel entsprechend entschärft. Dieser Fall ist aber sonst eher die Ausnahme.  Es ist im allgemeinen höchst unwahrscheinlich, eine Finanzierung vollständig auf Fremdkapital abzustellen, da jeder Geldgeber gewisse Sicherheiten/Eigenmittel verlangt.  Zum anderen macht man sich umso mehr von externen Geldgebern abhängig, desto höher der Fremdfinanzierungsanteil ist – und diese Geldgeber wollen dann oft auch ein gewichtiges Wörtchen im Geschäft mitreden, was dem Inhaber nicht recht ist. Darüber hinaus stößt der Einsatz von Fremdkapital dort an seine Grenzen, wo der Preis dafür immer teurer wird, desto mehr Fremdkapital zur Verfügung gestellt und im Zuge dessen ein höheres Risiko durch den Geldgeber übernommen wurde. Das bedeutet, dass die – manchmal entscheidende – Option einer Fremdfinanzierung relativ rasch erschöpft sein kann.

Letztlich sorgt ein angemessener Mix aus Eigen- und Fremdkapital für eine stabile Finanzierungsstruktur wie auch für die Bereitstellung ausreichend liquider Mittel. Eine Quote von 15% bis 20% Eigenkapital ist im Rahmen, wobei je nach Geschäftsmodell und voraussichtlicher Geschäftsentwicklung die Quoten schwanken: Handel und Dienstleistungen kommen im Allgemeinen mit geringerer Eigenkapitalquote zurecht als Produktionsbetriebe, da diese z.B. langfristig gebundenes Vermögen wie Fertigungshallen und Maschinen finanzieren müssen.

Existenzgründung Kredit: Finanzierung durch Eigenmittel/Eigenkapital

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Existenzgründung Kredit
Existenzgründung Kredit andreas-liebhart_www.pixelio.de

Was spricht eigentlich gegen eine Finanzierung rein aus Eigenmitteln?

Eine Finanzierung rein aus Eigenmitteln der Existenzgründung und in Folge aus dem Geschäftserfolg ist natürlich das Beste, da weder Abhängigkeit von noch Preis für fremde Ressourcen fällig werden. Allerdings kann man nie ganz sicher sein, ob dies – besonders in der frühen Phase des Unternehmens – auch wirklich reicht.  Die eigenen Mittel werden ja nicht nur für anfassbare und abzuschreibende Anlagen investiert, wie z.B. Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Betriebs und Geschäftsausstattung, sondern auch für Marketing und Werbung, Mieten, Reisen und andere Sach- und Dienstleistungen ausgegeben. Mögliche Reserven für das laufende Geschäft als auch potentielle Sicherheiten werden so ziemlich rasch erschöpft und bald ist ein erheblicher Teil oder gar alles der Eigenmittel dahin.  Dies macht die Finanzierung späterer bzw. weiterer Projekte durch Kredit  dann schwierig.

Falls etwa Beteiligungskapital von außen zugeführt werden soll, ist eine Eigenkapital– ggü. der Fremdfinanzierung teuer: mind. 10%, eher 15% und mehr, erwarten die Investoren. Diese erwarten u.a. eine Risikoprämie auf ihre Einlage, da das Eigenkapital ein vergleichsweises hohes Risiko trägt und im „Ernstfall“ vollständig haftet. Fremdkapital gibt es heutzutage bereits zu ca. 3% oder noch weniger und wird im Insolvenzfall auch eher bedient bzw. zurückgezahlt als Eigenkapital. Im Übrigen ist es auch keine einfache Aufgabe, einen geeigneten Investor für das Projekt zu finden!

Aber ist es nicht gut, dass Gründer erst mal auf „Sparflamme“ ohne (Fremd)finanzierung beginnen, um dann beim Bankgespräch für Kredite/Fördermittel bereits erste Erfolge aufweisen zu können?

Eigenes Geld einzusetzen ist gut und unterstreicht Engagement und Überzeugung der Inhaber für das Projekt. Erste Erfolge und Aufträge in den Büchern unterstreichen dies. Allerdings sollte er/sie sicher sein, dass die eigenen Mittel auch wirklich ausreichen (wer ist das schon……) – und dann darauf achten, nicht alle Eigenmittel zu verbrauchen, da später möglicherweise entscheidende Sicherheiten für die Gewährung eines Darlehens fehlen. Ich hatte einen Klienten, der genau in diesem Dilemma steckte: Geschäftsentwicklung war über Jahre gut und mit Gewinn verlaufen, hoher Auftragsbestand in den Büchern – aber keine Sicherheiten bzw. Eigenmittel mehr. Eine Reihe von Banken wollten das Vorhaben nicht begleiten – obwohl die Bürgschaftsbank ihre Unterstützung zugesagt hatte! Letztlich hat eine andere Bank das Projekt dann finanziert.

Mein Rat aus dieser Erfahrung: nicht darauf ankommen lassen! Die meisten (Gründer)Projekte weisen ca. 15% -20% Eigenmittel auf. Dies gilt für besonders für Handel und Dienstleister, von Produktionsbetrieben jedoch wird deutlich mehr erwartet, bis zu 35% mitunter.

Finanzierung ohne Eigenkapital: was zieht Investoren an, was stößt sie ab

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Finanzierung ohne Eigenkapital
Finanzierung ohne Eigenkapital; Daniel Gast_www.pixelio.de

Ich zeige hier Auszüge aus den Erfahrungen verschiedener Kollegen, welche häufig für Projekte, welche Eigenkapital benötigen, Investoren suchen. Ich hoffe, dass diese das Bild, welches ich in Knackpunkte für Investoren  gezeichnet habe, noch etwas nachschärfen.

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Finanzierung ist ein aussagekräftiger Business Plan, der zeigt, dass es sich um eine gründlich durchdachte Geschäftsidee handelt. Er sollte natürlich zu allen Themen, welche in den einschlägigen Mustern für Business Pläne angegeben werden, etwas sagen. Eine Langfassung mit 80 bis 100 Seiten ist jedoch – zunächst – nicht notwendig. Am besten wäre eine Präsentation inkl. Finanzplan, in welcher auf ca. 30 bis max. 40 Seiten die entscheidenden Informationen und Daten prägnant zusammengefasst werden. Auf alle Fälle sollte er auch die folgenden Schlüsselfaktoren berücksichtigen bzw. darstellen: Den Rest des Beitrags lesen »

Finanzierung ohne Eigenkapital: Knackpunkte für private Investoren

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Finanzierung ohne Eigenkapital
Finanzierung ohne Eigenkapital                           Thorben Wengert_www.pixelio.de

Eine sehr gute Geschäftsidee, ein für seine Idee brennender und kompetenter Unternehmer, der Markt existiert – aber wo bekomme ich genügend Eigenkapital, um das Projekt auf eine stabile Basis zu stellen? Wie muss ich das Projekt präsentieren, um hinreichend Aufmerksamkeit bei privaten Investoren zu erwecken? Und wo finde ich private Investoren für eine Finanzierung? Wieder mal „die Stecknadel im Heuhaufen“? Private Investoren sind Menschen, welche in der Regel durch ihre Berufs- und Geschäftstätigkeit – meistens bereits über lange Zeit – einiges an Vermögen angesammelt haben. Anstatt es jedoch auf dem Bankkonto zu lassen, haben sie die „sportliche“ Einstellung, überzeugenden Geschäftsideen und -modellen zum Erfolg zu verhelfen. Es gibt viele Punkte, welche ein Investor prüft, um sich für oder gegen ein Investment in Ihr Projekt zu entscheiden. Die wichtigsten stelle ich jetzt hier vor. Den Rest des Beitrags lesen »