Businessplan

Der Businessplan Hinweise zur Erstellung

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Der Businessplan ist nicht nur eine unverzichtbare Orientierung zur Steuerung des Geschäfts, sondern auch ein Türöffner zur Finanzierung seitens Investoren, Fördermitteln und Geschäftsbanken. Er besteht aus einer Vorhabensbeschreibung sowie einer integrierten Finanzplanung. Ein kurze Übersicht der relevanten Themen finden Sie in dieser Datei: Projektpräsentation

Acht Punkte, die sie besonders beachten bzw. tun sollten: Den Rest des Beitrags lesen »

Finanzierung: KfW – Unternehmerkredit

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Fördern und Wachsen Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Fördern und Wachsen      Klaus-Uwe Gerhardt / http://www.pixelio.de

„Fördermittel gibt’s ja praktisch nur für Gründer“. Falsch! Auch bestehende Unternehmen können für ihre Ideen und Vorhaben KfW-Kredite erhalten – und zwar in mehreren Ausführungen, d.h. aus unterschiedlichen Programmen. Hier das Beispiel eine „Klassikers“ darunter: der  KfW-Unternehmerkredit der Programmnummer 037 / 047.

Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU),  die seit 5 Jahren am Markt sind. Als KMU gilt laut EU-Definition ein Unternehmen, welches bis zu €50 Millionen Umsatz macht oder eine Jahresbilanzsumme von bis zu €43 Millionen hat und weniger als 250 Mitarbeiter hat. Den Rest des Beitrags lesen »

Existenzgründung & Kredit: „Funktioniert’s?“ Proof of concept

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Existenzgründung & Kredit Rosel Eckstein www.pixelio.de
Existenzgründung & Kredit Rosel Eckstein http://www.pixelio.de

Würden Sie ein Gerät kaufen, von dem Sie nicht sicher sein können, ob das überhaupt länger als ein paar Wochen oder Monate funktioniert? Oder würden Sie eine Dienstleistung buchen, bei der Sie Zweifel haben, dass Sie den erwünschten Nutzen bringt? Oder bestellen Sie gar eine App, von der Sie schon paarmal gehört haben, dass sie öfters mal aussteigt bzw. abstürzt? Oder kaufen Sie tatsächlich ein Auto, bei dem der TÜV schon abgelaufen und ziemlich zweifelhaft ist, ob das Ding nochmal zwei Jahre in den Straßenverkehr darf? Den Rest des Beitrags lesen »

Existenzgründung & Kredit: Beratungskosten und –zuschüsse von der BAFA und RKW Hessen (o. entsprechende Ländereinrichtungen)

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Existenzgründung & Kredit_original_Rainer Sturm_pixelio.de
Existenzgründung & Kredit_original_Rainer Sturm_pixelio.de

Beratung oder nicht Beratung – das ist hier die Frage! Wenn Gründer oder auch kleine und mittlere Unternehmen das hören, stellen sich oftmals bei vielen die Nackenhaare zu Berge: „wollen nur was verkaufen, Scharlatane, wissen alles besser, sauteuer – und nichts dahinter, kann ich selber(?)“. Zugegeben: es gibt eine Reihe schwarzer Schafe in der Beraterzunft, jedoch auch eine ganze Menge erfahrener Experten, die wertvolle Beiträge zur Entwicklung des Unternehmens oder zur Lösung dringender Themen beitragen. So manches Unternehmen wäre gut „zum Fliegen“ gekommen und hätte sich gut entwickelt, hätte man sich nur den Beitrag kompetenter Erfahrungsträger gesichert. Den Rest des Beitrags lesen »

Existenzgründung & Kredit: „Beratung wird nicht ausreichend gesucht“

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Existenzgründung & Kredit:_R_K_by_Michael Mertes _www.pixelio.de (1)
Existenzgründung & Kredit:_R_K_by_Michael Mertes _www.pixelio.de (1)

Heute mal ein Thema, was alle Gründer überlegen sollten – auch wenn das dann häufig gescheut wird, umzusetzen. Herr Dr. Klaus Dielmann, selber Gründercoach, hat in http://www.starting-up.de „Tips für effektives Gründercoaching“ zusammengestellt. Ein Absatz, dessen Überlegungen mir besonders bedenkenswert erscheinen, präsentiere ich hier (Hervorhebungen von mir):

„Das Gespräch mit anderen Personen, die auch kritisches Feedback geben können und wollen, wird nicht in dem Maße geführt, wie es erforderlich wäre. Trotz einer gut ausgebauten Beratungsinfrastruktur in Deutschland lassen sich erstaunlich wenige Gründer beraten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit stellt fest, dass nur jeder dritte Gründer eine Beratung nutze und nur jeder vierte eine Beratung öffentlicher Träger, obwohl diese häufig kostenlos ist. Der an sich positive Besuch von Seminaren für Existenzgründer löst das Problem auch nur ungenügend. Die Seminare sind hinsichtlich der Teilnehmer sehr heterogen zusammengesetzt und meist zu kurz, um echte Effekte für eine Unternehmensgründung zu erzielen. Natürlich scheuen Gründer häufig professionelle Beratung auch aus Kostengründen. Sie sind in der paradoxen Situation, dass sie einen hohen Beratungsbedarf haben, sich teure Unternehmensberater aber nicht leisten können.

Der Existenzgründer erwartet regelmäßig keine wissenschaftlich fundierten Konzepte, sondern konkrete Problemlösungen, die rasch in die Praxis umsetzbar sind und den gewünschten Erfolg bringen. Es setzt besonderes Geschick des Beraters voraus, um den Klienten von der Notwendigkeit des „Umwegs“ über Analyse- und Konzeptarbeiten, z.B. für einen Businessplan zu überzeugen. Für diese Arbeiten ist der Klient jedoch nicht immer bereit, Mühen auf sich zu nehmen und zu zahlen.

Wenn die Gründer schließlich echte Beratung suchen, ist es häufig fünf Minuten vor Zwölf. Das erste Halbjahr ist vorbei, die Ersparnisse sind aufgebraucht und der eigene Geschäftsplan – sofern überhaupt vorhanden – wird in seinen Annahmen rückblickend belächelt. Das ist dann auch der Zeitpunkt, an dem die eigenen Mängel bewusst werden. Was hätte hier durch sehr frühzeitige Beratung an Versuch und Irrtum alles vermieden werden können?“

Fazit: Die Unterstützung von erfahrenen Kollegen und Personen oder professionellen Beratern, welche eine besonders relevante Expertise für Existenzgründungen haben,  sollte nicht leichtfertig außer Acht gelassen werden. Sie lohnt sich fast immer, denn sie versorgt den Existenzgründer mit wichtigen, teilweise „überlebenswichigen“ Informationen und praktischen Beispielen. Auch wenn anfangs die Kasse „klamm“ ist, sollte dies angesichts der Bedeutung für den nachhaltigen Erfolg der Gründung ernsthaft erwogen werden. Dazu können auch Beratungszuschüsse seitens der öffentlichen Hand in Anspruch genommen werden, was das Thema der Beratungskosten deutlich entschärft.

Existenzgründung & Kredit: Konsistenz der Zahlen im Businessplan

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Existenzgründung Kredit:_Rudolpho Duba_www.pixelio.de
Existenzgründung Kredit:_Rudolpho Duba_www.pixelio.de

Ein klassischer Businessplan besteht zunächst aus einem Textteil. In diesem Teil schreibt der Existenzgründer über das Produkt bzw. die Leistung, den Nutzen daraus, das Marktpotential für die eigenen Angebote, über Wettbewerber, das Alleinstellungsmerkmal  und andere Themen. Dazu kommt dann der Finanzteil, also der Teil mit den Zahlen. Dort finden sich die Gewinn- und Verlustrechnung (zuweilen auch Rentabilitätsvorschau genannt), die Planbilanzen, die Liquiditätsplanung wie auch der Finanzierungsbedarf und die Aufstellung für die Kapitalverwendung. Ergänzt wird dies meistens durch ein paar relevanten Kennzahlen, die einem kundigen Leser etwas über die Solidität der Finanzierung und über die finanzielle Leistungsfähigkeit sagen. Der Planungszeitraum umfasst dabei die nächsten 12 Monate und danach die nächsten 2-4 Jahre.

Für die Planung des Finanzteils beginnt man am besten mit den Einsatzfaktoren wie z.B. verkaufte Mengen, geleistete Stunden, Anzahl der Mitarbeiter, investierte Beträge etc……. und bewertet diese jeweilig mit aktuell gültigen Preisen. Dadurch erhält man die Einnahmen und die Ausgaben. Daraus wiederum erhält man nach Gegenüberstellung am Ende die Ergebnisfaktoren wie z.B. Umsatz, Materialkosten Personalkosten, Gemeinkosten usw. wie auch den operativen Geschäftserfolg, die Finanzierungsstruktur und den Liquiditätsüberschuß bzw. -fehlbetrag,  um nur mal einige zentrale Faktoren anzuführen. Entscheidend für den Leser des Planes ist, dass er die Herleitung all dieser Größen im Großen und Ganzen nachvollziehen kann, ihre wichtigsten Treiber identifiziert sowie Verlauf/Entwicklung dieser Größen aufgeführt und ggf. erklärt werden.

Wichtig dabei ist, dass all diese Größen durch den gesamten Business- und Finanzplan hindurch auf  plausiblen Annahmen beruhen, für welche wo immer möglich Quellenangaben hinzugefügt werden sollten. Besonders ist dabei zu beachten, dass die Zahlen, z.B. der geplante Umsatz (nur mal ein Beispiel) sowohl im Text- als auch im Zahlen-/Finanzteil  gleich!!!  sind.  Andernfalls leidet die Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft des Planes, da der Eindruck entsteht, dass die Geschäftsleitung als Autor des Planes wohl nicht so ganz den Überblick über ihr Geschäft und dessen Finanzen hat – wobei das Projekt ja oft noch gar nicht in Betrieb gegangen ist.

Ein Plan, dessen Aussagen und die dahinter stehen Zahlen nachvollziehbar und über all stimmig sind, demonstriert Kompetenz, schafft Vertrauen – und ist ein Türöffner zur beabsichtigten Finanzierung bzw. Kredit.

Existenzgründung Kredit: der Businessplan

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Existenzgründung Kredit: Cristine Lietz_www.pixelio.de
Existenzgründung Kredit: Cristine Lietz_www.pixelio.de

Ein überzeugender Business- und Finanzplan ist für die Präsentation und den Start Ihres Projektes von entscheidender Bedeutung. Ihr Projekt bzw. Existenzgründung soll u.a. dadurch einen guten Eindruck vermitteln und potentielle Geldgeber davon überzeugen, dass es eine gute Idee sein könnte, dafür Geld zur Verfügung zu stellen. Er – wie auch das persönliche Gespräch mit den möglichen Finanziers – öffnet gleichsam die Tür zu den benötigten Finanzmitteln. Er ist ein absolut notwendiges Instrument, jedoch müssen andererseits noch weitere Informationen über Sie und Ihre Existenzgründung bzw. Vorhaben dargelegt werden (siehe dazu auch letzter Absatz) bevor der Weg zum Kredit frei ist. Der Businessplan soll im wesentlichen die folgenden Themen behandeln und diese präzise als auch prägnant auf den Punkt bringen:

  • Angebotene Produkte oder Services. Besonders interessant dabei ist, worin deren Nutzen für die Kunden besteht: z.B. auf welche Weise wird das Leben/die Arbeit durch das Produkt leichter/schneller/besser? Was ist nach dem Service besser/effizienter/sicherer?
  • Für welche Zielgruppen werden diese Produkte und Services erstellt/geleistet? Auch wenn es viele Zielgruppen gebrauchen könnten, so macht eine Konzentration auf ein  paar wenige – zunächst einmal – das Geschäftsmodell leichter nachvollziehbar
  • Wie groß ist das Marktpotential für Ihr Angebot und wo (geographisch, Zielgruppen,……) befindet es sich?  Kurz:  Wo gibt es „Fleisch“ für Ihr Geschäft und wieviel davon.
  • Wie kommen Sie an das Potential/Fleisch – z.B. mit Marketing- und Vertriebsmaßnahmen – heran? Hier hilft wiederum die Fokussierung auf besonders lohnende Zielgruppen, siehe oben.
  • Wer sind Ihre Wettbewerber und was hebt Ihr Unternehmen und seine Angebote klar von diesen ab: Alleinstellungsmerkmal! „Allein…“ meint nicht, dass Sie wirklich der einzige auf der Welt/im Lande wären, der dies hat oder kann. Es reicht, wenn Sie etwas Besonderes bieten, das man nicht so schnell oder nicht so ohne Weiteres findet, was eher rar ist oder wonach echt gesucht werden muss. Wenn die Menschen bzgl. Ihres Produktes oder Ihrer Leistung unter anderem z.B. erzählten „….und der hat auch,….und sie kann auch….., und der kommt auch…..und sie macht auch…..“, so beschreiben sie damit höchstwahrscheinlich ein solches Alleinstellungsmerkmal.
  • Welche Qualifikation und Erfahrung bringt das Management mit? Es geht hier nicht nur um produktspezifische- und Vertriebsfähigkeiten. Der interessierte Leser muss auch sehen, dass Sie auf dem Gebiet der Finanzplanung, der Zahlen ebenfalls den „Durchblick“ haben und die wesentlichen Instrumente einsetzen können.
  • Wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten 3-5 Jahren: Liquidität, Rentabilität, Kapitalbedarf, Finanzierung und Rückzahlung

Im Grunde geht es hier um den Menschen und sein/ihr Konzept, die beide überzeugen müssen – auch im persönlichen Gespräch mit der Bank (Siehe auch Kooperation mit Banken und Die Bank als Partner) oder dem Investor von Eigenkapital: Der Mensch sollte die nötige Qualifikation und Erfahrung mitbringen, wie auch den Eindruck erwecken, dass er sein Geschäft auch finanziell im Griff hat. Sein Konzept muss sich offenbar am Markt behaupten können und damit das erwartete bzw. geplante Geschäftsvolumen mit hoher Wahrscheinlichkeit generieren.

Sofern diese entscheidende Phase gut bewältigt wurde und auch kritische Themen, wie z.B.  Eigenmittel/Sicherheiten, aktuelle Vermögens- und Schuldverhältnisse befriedigend gelöst wurden, sieht es gut für eine Finanzierungszusage aus und ihrem Projekt und Ihrer Vision vom eigenen Geschäft steht der Weg nun offen.