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EIgenkapital

Beteiligung mit Eigenkapital: Managementbeteiligungs-Gesellschaften (MBG) – Selbsthilfegruppen der Wirtschaft

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Ein absolut interessanter Weg, der sich u.a. aus EU- und KfW-Geldern speist, um an Investments mit Eigenkapital zu gelangen. Gesellschafter der MBGs sind Handwerks-, Industrie- und Handelskammern sowie Landes-, Banken- und Unternehmerverbände. Gemeinsam befinden sie nach Vorschlag eines Experten, der den Businessplan geprüft hat, über die Förderung entsprechender Projekte. Unternehmen mit Bedarf für die Finanzierung von Wachstum als auch von Innovationen bekommen hier vergleichsweise günstiges Mezzanine-Kapital. Dieses begründet  eine stille Teilhaberschaft des Investors, sprich MBG, und lässt also volle unternehmerische Freiheit. Die Beteiligungen im Wachstums- und Innovationsprogramm reichen (Beispiel Hessen) von €130.000 bis €1,5 Mill. (in Ausnahmefällen bis € 3 Mill.) und sollen Investitionen in die Entwicklung und die Markteinführung von Produkten unterstützen.  Laufzeiten und Renditezahlungen werden zwischen den Parteien frei vereinbart, wobei im Allgemeinen die Renditeerwartungen etwas unter dem Marktniveau liegen.

Auch Existenzgründer sowie kleine und junge Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 10 Mio. Euro und mit maximal 50 Beschäftigten können über das Programm des sog. Mikro-Mezzanine kleine Beteiligungen von 5.000 Euro bis 50.000 Euro erhalten. Eine Kombination mit Bankfinanzierungen ist möglich, jedoch nicht mit dem bei Gründern so beliebten „Startgeld“ der KfW. Die Laufzeit für das Mikro-Mezzanine Programm beträgt 10 Jahre – allerdings gibt es (erst) nach dem fünften Jahr optional die Möglichkeit zum Ausstieg – und die Tilgung beginnt nach dem 7. Jahr. Die jährliche Belastung kann alles in allem mit ca. 10% angenommen werden. Für den Antrag ist auf alle Fälle ein vollständiger Businessplan vorzulegen sowie weitere Dokumente, die sich hauptsächlich auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der Projekteigentümer bzw. Geschäftsführer beziehen. In manchen Fällen ist die Vorlage einer Garantie der Bürgschaftsbank notwendig. Dies hängt von der Art der Refinanzierung der MBG in Zusammenhang mit dem spezifischen Finanzierungsprogramm ab.

Fazit: Eine relativ zügige Möglichkeit an vergleichsweise günstiges und stilles Eigenkapital zu kommen. Sollte bei der Einwerbung von Eigenmitteln unbedingt in Betracht gezogen werden. Sowohl für Gründer, kleinere als auch schon etwas größere Unternehmen, bei denen sich allerdings eine Aufstockung des Eigenkapitals betragsmäßig einigermaßen in Grenzen hält.  (Siehe auch:  http://www.mbg-hessen.de/index.php/beteiligungen/beteiligungsprogramme )

Existenzgründung & Kredit: High-Tech oder Low-Tech?

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Geschäftsidee
Geschäftsidee

„High-Tech ist die Zukunft!“ So oder so ähnlich hört und ließt man es vielerorts. Es ist auch etwas dran:  Rechner-Applikationen/Apps, elektronische Kommunikations- und Datenverarbeitungsanlagen,  Business Intelligence Systeme, non-invasive medizinische Operationsmethoden, industrielle Roboter und Automatisierungslösungen für Planung und Steuerung der Produktion und vieles mehr stehen für den technologischen Fortschritt und weisen den Weg in die Zukunft. Sie sind jung, neuartig, lösen Probleme manchmal auf einen Schlag und bringen Dinge und Verfahrensweisen in Reichweite, die zuvor höchstens kühne Vordenker sich vorstellen konnten. Das macht sie so attraktiv und sichert ihnen – zu Recht – einen prominenten Platz in der Aufmerksamkeit des Publikums.  Sind nun aber klassische, traditionelle Produkte und Dienstleistungen „abgemeldet“? Wird es dort immer schwieriger und manchmal sogar unmöglich, ein gutes Geschäft zu machen – also „altes Eisen“? Keineswegs! Neuartige Produkte, die sich durch einfache  und sichere Handhabung auszeichnen (z.B. Werkzeuge), bei einem anstrengenden Thema sehr hilfreich sind (z.B. Elektro-Bikes), Dienstleistungen, die einen Nerv des Zeitgeistes treffen (z.B. Kundenindividuelle Ernährungs- und Fitnessangebote, Gesundheitsprodukte und -beratungen, Behindertenunterstützung, alternative Vermögensanlagen) oder traditionelle Produkte und Dienstleistungen, die sozusagen mit einer  „Runderneuerung“ versehen wurden (z.B. Versandhandel per Internet) wie auch z.B. neue pfiffige Gebrauchsgegenstände und neuartige effiziente Geschäftsmodelle haben definitiv ihre Chance. Wer also eine gute Geschäftsidee hat, sollte nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, nur weil diese – vermeintlich – zur „old economy“ gehören. Allerdings sollten für Projekte in low-tech wie auch in high-tech ein paar Punkte überlegt werden, die entscheidend für den Erfolg sind:

  1. Einen existierenden Bedarf zu befriedigen ist leichter als einen zu schaffen. Projekte und Ideen, welche „bedarfsgetriggered“ sind – und dies kann man sehr häufig auch testen! – haben größere Chancen als solche, die durch ihre Eigenart erst einen Bedarf wecken (müssen).
  2. Es muss spontan klar werden welches Problem das Produkt oder die Leistung löst bzw. welchen Nutzen der Kunden dadurch hat. Also was wird damit oder ist bei/nach Gebrauch besser, schneller, sicherer, langlebiger, billiger, wirtschaftlicher, möglich wo vorher unmöglich usw.  Wenn dies tatsächlich und im adressierten Markt genügend häufig („kritische Masse“) der  Fall ist, dann sieht es von daher gut aus.
  3. Für wen d.h. für welche Zielgruppe tue ich das? Entscheidend ist hier, sich auf einen bestimmten Kreis, „seinen“ Markt, zu fokussieren und sich als Spezialist für die Problemlösung und Nutzenstiftung zu präsentieren. „Allzweckwaffen“, die alles für jeden machen, sind kaum erfolgsträchtig, da Kunden meistens eine exakt passende Lösung für ihr spezielles Problem suchen. Oder haben sie etwa vor, das nächste Schraubengeschäft oder ein ähnliches Allerweltsprodukt zu starten? Dies käme am ehesten dann in Betracht, wenn Sie sich an einem Ort befinden, wo wirklich noch nichts ist oder generell Unterversorgung besteht: z.B. Kultivierung von Landschaften (Brachland, Wüste….), ein neues Industriegebiet, neu erschlossene Gebiete, wo sich Menschen zum ersten Mal ansiedeln etc. etc.  Wenn nicht der Fall – dann weiter zu Punkt 4.
  4. Alleinstellungsmerkmal: warum sollten meine anvisierten Kunden bei mir kaufen, ausgerechnet bei mir und nicht bei der Konkurrenz? Was genau hebt mich von meinen Mitbewerbern ab: eine bestimmte technische Eigenschaft meines Produktes, die entscheidend hilfreich ist? Einsparungsmöglichkeiten, die andere Anbieter (so) nicht aufweisen? Ein Angebot, welches es in dieser Form (noch) nicht gibt? Oder darf/kann es etwas Service mehr/schneller/intelligenter sein? usw. usw. usw.  Entscheidend ist nicht so sehr, dass Sie unter vielen tatsächlich der Einzige sind, der das hat oder kann, sondern dass Sie nützliche!!! Besonderheiten oder auch Kombinationen an Leistungen anbieten, nach denen man im Markt echt suchen muss.

Die überzeugende Beantwortung dieser Fragen ist eine notwendige, wenn auch keine hinreichende, Bedingung, damit Investoren oder andere Geldgeber (Fördermittel, Banken) ihr Vorhaben unterstützen – und ihnen die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, damit ihr Projekt oder Geschäftsidee zum Fliegen kommt.

Existenzgründung & Kredit Beispiel für Fördermöglichkeiten: Volle Töpfe

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Volle Töpfe

Volle T pfe

Hier ein Artikel von mediaplanet mit nur ein paar Beispielen als guter Überblick, wie Existenzgründer in unterschiedlichen Aktivitätsbereichen und -phasen  gefördert werden können. Aus der Fülle der Programme sind die passenden für das eigene Geschäftsmodell herauszufiltern. Dafür bietet es sich meistens an, einen Experten oder Berater zu engagieren, der sich in dem „Dickicht“ auskennt. Das Honorar für diesen übernimmt – zu etwa 50% oder manchmal auch mehr – in vielen Fällen die KfW, BAFA oder auch andere Organisationen.

„Über fehlende Förderung durch die öffentliche Hand können sich Existenzgründer in Deutschland nicht beschweren. Ganz im Gegenteil: Angesichts der zahlreichen Zuschüsse sind die Angebote oft schwer durchschaubar. Aktuell gibt es innerhalb der Europäischen Union und der Bundesrepublik über 2.000 Programme für Fördermittel zur Existenzgründung.

Zuschüsse und finanzielle Unterstützung sind für gute Ideen und Konzepte gegeben. So richtet sich der Zuschuss durch das EXIST-Gründerstipendium an Gründer, die direkt aus dem Studium oder der Universität eine Firma aufbauen wollen oder deren Abschluss noch nicht zu lange zurückliegt.

Ebenfalls können die Kosten für Beratungen durch einen Gründercoach übernommen werden. Fast in jedem Bundesland gibt es Programme, die einen entsprechenden Zuschuss bewilligen. Auch nach der Gründung übernimmt das bundesweite Programm KfW eine entsprechende finanzielle Unterstützung.

Umfangreich gefördert werden auch Gründerideen, die auf Innovationen beruhen. Ganz vorne ist hier das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Es fördert Einzelprojekte genauso wie Kooperationen oder sogar Netzwerke.

INVEST – Zuschuss für Wagniskapital lautet die Hilfe, die die Bundesregierung vor zwei Jahren ins Leben gerufen hat. Mit ihr sollen die Finanzierungsbedingungen junger Unternehmen verbessert werden. Der Trick: Private Investoren erhalten dabei den Anreiz, sich an Firmen mit ihrem Venture-Capital zu beteiligen. Denn der Zuschuss vom Staat liegt bei 20 Prozent des investierten Betrags.

Firmen, die neue Mitarbeiter einstellen, werden ebenfalls unterstützt: Kosten für Neueinstellungen fördert nicht nur die Bundesagentur für Arbeit. Auch die Länder und Kommunen machen Gelder dafür locker, allerdings nicht immer kontinuierlich. Existenzgründer wenden sich daher am besten vor Ort an Institutionen wie die Handelskammer oder Arbeitgebervereinigungen.
Regional verschieden sind auch die Zuschüsse für Gründungen im Handwerk, das zu den größten Branchen in Deutschland gehört und aufgrund seiner Dienstleistung automatisch regional gebunden ist. Länder wie NRW oder Berlin vergeben zum Beispiel in Kooperation mit der Europäischen Union eine Meistergründungsprämie.

Wer die für ihn passende Förderung erhalten möchte, macht jedoch am besten vor dem Schritt in die Selbstständigkeit einen umfassenden Fördercheck, den zum Beispiel das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) anbietet. Denn Gelder gibt es natürlich nicht nur für die Gründung, sondern auch für Wachstum, Liquiditätssicherung oder Unternehmensnachfolge.

Zu beachten sind dabei auch Unterschiede zwischen Zuschüssen, die Kann-Leistungen sind und in der Regel nicht zurückgezahlt werden müssen, und zum Beispiel zinsgünstigen Darlehen, die nicht umsonst sind. Das BMWi bietet ebenfalls eine Datenbank, die sämtliche Förderleistungen aktuell aufführt.

Bei aller Förderung müssen Firmengründer aber auch den Begriff De-minimis beachten: Die gleichlautende Grenze schreibt vor, dass Fördergelder nur bis zu einem Schwellenwert von 200.000 Euro innerhalb von drei Steuerjahren an ein Unternehmen fließen dürfen. Vermieden werden soll auf diese Weise eine mögliche Wettbewerbsverzerrung.“

Existenzgründung Kredit: Eigen- und Fremdkapital

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Existenzgründung & Kredit twinlili_www.pixelio.de
Existenzgründung & Kredit twinlili_www.pixelio.de

Banken/Fremdfinanzierer verlangen von Firmengründern generell eine „Mischkalkulation“: eine Eigenkapitalquote von 15-20% der Gesamtinvestitionssumme. Was spricht eigentlich gegen  

a. eine Investition rein aus Eigenmitteln?

Eine Investition rein aus Eigenmitteln und in Folge aus dem Geschäftserfolg ist natürlich das Beste, da weder Abhängigkeit von noch Preis für fremde Ressourcen fällig werden. Allerdings kann man nie ganz sicher sein, ob das – besonders in der frühen Phase des Unternehmens – auch wirklich reicht. Möglicherweise werden Reserven für das laufende Geschäft als auch potentielle Sicherheiten im Rahmen späterer/weiterer Projekte erschöpft, was deren Finanzierung wiederum dann schwierig macht.

Falls Beteiligungskapital von außen zugeführt werden soll, ist eine Eigenkapital- ggü. der Fremdfinanzierung teuer: mind. 10%, eher 15% und mehr, erwarten die Investoren. Diese erwarten u.a. eine Risikoprämie auf ihre Einlage, da das Eigenkapital ein vergleichsweises hohes Risiko trägt und im „Ernstfall“ vollständig haftet. Fremdkapital gibt es heutzutage bereits zu ca. 3% oder noch weniger und wird im Insolvenzfall auch eher bedient bzw. zurückgezahlt als Eigenkapital.

b. eine Investition rein aus Fremdkapital?

Zunächst ist es nur für ganz junge Unternehmen wahrscheinlich, beim Start ausschließlich mit Fremdkapital, bevorzugt aus öffentlichen Fördermitteln, zu finanzieren.  Dabei wird die Hausbank teilweise sehr weit haftungsfreigestellt, was das Thema der Sicherheiten bzw. Eigenmittel entsprechend entschärft. Dieser Fall ist aber sonst eher die Ausnahme.  Es ist im allgemeinen höchst unwahrscheinlich, eine Finanzierung vollständig auf Fremdkapital abzustellen, da jeder Geldgeber gewisse Sicherheiten/Eigenmittel verlangt.  Zum anderen macht man sich umso mehr von externen Geldgebern abhängig, desto höher der Fremdfinanzierungsanteil ist – und diese Geldgeber wollen dann oft auch ein gewichtiges Wörtchen im Geschäft mitreden, was dem Inhaber nicht recht ist. Darüber hinaus stößt der Einsatz von Fremdkapital dort an seine Grenzen, wo der Preis dafür immer teurer wird, desto mehr Fremdkapital zur Verfügung gestellt und im Zuge dessen ein höheres Risiko durch den Geldgeber übernommen wurde. Das bedeutet, dass die – manchmal entscheidende – Option einer Fremdfinanzierung relativ rasch erschöpft sein kann.

Letztlich sorgt ein angemessener Mix aus Eigen- und Fremdkapital für eine stabile Finanzierungsstruktur wie auch für die Bereitstellung ausreichend liquider Mittel. Eine Quote von 15% bis 20% Eigenkapital ist im Rahmen, wobei je nach Geschäftsmodell und voraussichtlicher Geschäftsentwicklung die Quoten schwanken: Handel und Dienstleistungen kommen im Allgemeinen mit geringerer Eigenkapitalquote zurecht als Produktionsbetriebe, da diese z.B. langfristig gebundenes Vermögen wie Fertigungshallen und Maschinen finanzieren müssen.

Existenzgründung & Kredit: Konsistenz der Zahlen im Businessplan

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Existenzgründung Kredit:_Rudolpho Duba_www.pixelio.de
Existenzgründung Kredit:_Rudolpho Duba_www.pixelio.de

Ein klassischer Businessplan besteht zunächst aus einem Textteil. In diesem Teil schreibt der Existenzgründer über das Produkt bzw. die Leistung, den Nutzen daraus, das Marktpotential für die eigenen Angebote, über Wettbewerber, das Alleinstellungsmerkmal  und andere Themen. Dazu kommt dann der Finanzteil, also der Teil mit den Zahlen. Dort finden sich die Gewinn- und Verlustrechnung (zuweilen auch Rentabilitätsvorschau genannt), die Planbilanzen, die Liquiditätsplanung wie auch der Finanzierungsbedarf und die Aufstellung für die Kapitalverwendung. Ergänzt wird dies meistens durch ein paar relevanten Kennzahlen, die einem kundigen Leser etwas über die Solidität der Finanzierung und über die finanzielle Leistungsfähigkeit sagen. Der Planungszeitraum umfasst dabei die nächsten 12 Monate und danach die nächsten 2-4 Jahre.

Für die Planung des Finanzteils beginnt man am besten mit den Einsatzfaktoren wie z.B. verkaufte Mengen, geleistete Stunden, Anzahl der Mitarbeiter, investierte Beträge etc……. und bewertet diese jeweilig mit aktuell gültigen Preisen. Dadurch erhält man die Einnahmen und die Ausgaben. Daraus wiederum erhält man nach Gegenüberstellung am Ende die Ergebnisfaktoren wie z.B. Umsatz, Materialkosten Personalkosten, Gemeinkosten usw. wie auch den operativen Geschäftserfolg, die Finanzierungsstruktur und den Liquiditätsüberschuß bzw. -fehlbetrag,  um nur mal einige zentrale Faktoren anzuführen. Entscheidend für den Leser des Planes ist, dass er die Herleitung all dieser Größen im Großen und Ganzen nachvollziehen kann, ihre wichtigsten Treiber identifiziert sowie Verlauf/Entwicklung dieser Größen aufgeführt und ggf. erklärt werden.

Wichtig dabei ist, dass all diese Größen durch den gesamten Business- und Finanzplan hindurch auf  plausiblen Annahmen beruhen, für welche wo immer möglich Quellenangaben hinzugefügt werden sollten. Besonders ist dabei zu beachten, dass die Zahlen, z.B. der geplante Umsatz (nur mal ein Beispiel) sowohl im Text- als auch im Zahlen-/Finanzteil  gleich!!!  sind.  Andernfalls leidet die Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft des Planes, da der Eindruck entsteht, dass die Geschäftsleitung als Autor des Planes wohl nicht so ganz den Überblick über ihr Geschäft und dessen Finanzen hat – wobei das Projekt ja oft noch gar nicht in Betrieb gegangen ist.

Ein Plan, dessen Aussagen und die dahinter stehen Zahlen nachvollziehbar und über all stimmig sind, demonstriert Kompetenz, schafft Vertrauen – und ist ein Türöffner zur beabsichtigten Finanzierung bzw. Kredit.

Existenzgründung Kredit: Finanzierung durch Eigenmittel/Eigenkapital

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Existenzgründung Kredit
Existenzgründung Kredit andreas-liebhart_www.pixelio.de

Was spricht eigentlich gegen eine Finanzierung rein aus Eigenmitteln?

Eine Finanzierung rein aus Eigenmitteln der Existenzgründung und in Folge aus dem Geschäftserfolg ist natürlich das Beste, da weder Abhängigkeit von noch Preis für fremde Ressourcen fällig werden. Allerdings kann man nie ganz sicher sein, ob dies – besonders in der frühen Phase des Unternehmens – auch wirklich reicht.  Die eigenen Mittel werden ja nicht nur für anfassbare und abzuschreibende Anlagen investiert, wie z.B. Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Betriebs und Geschäftsausstattung, sondern auch für Marketing und Werbung, Mieten, Reisen und andere Sach- und Dienstleistungen ausgegeben. Mögliche Reserven für das laufende Geschäft als auch potentielle Sicherheiten werden so ziemlich rasch erschöpft und bald ist ein erheblicher Teil oder gar alles der Eigenmittel dahin.  Dies macht die Finanzierung späterer bzw. weiterer Projekte durch Kredit  dann schwierig.

Falls etwa Beteiligungskapital von außen zugeführt werden soll, ist eine Eigenkapital– ggü. der Fremdfinanzierung teuer: mind. 10%, eher 15% und mehr, erwarten die Investoren. Diese erwarten u.a. eine Risikoprämie auf ihre Einlage, da das Eigenkapital ein vergleichsweises hohes Risiko trägt und im „Ernstfall“ vollständig haftet. Fremdkapital gibt es heutzutage bereits zu ca. 3% oder noch weniger und wird im Insolvenzfall auch eher bedient bzw. zurückgezahlt als Eigenkapital. Im Übrigen ist es auch keine einfache Aufgabe, einen geeigneten Investor für das Projekt zu finden!

Aber ist es nicht gut, dass Gründer erst mal auf „Sparflamme“ ohne (Fremd)finanzierung beginnen, um dann beim Bankgespräch für Kredite/Fördermittel bereits erste Erfolge aufweisen zu können?

Eigenes Geld einzusetzen ist gut und unterstreicht Engagement und Überzeugung der Inhaber für das Projekt. Erste Erfolge und Aufträge in den Büchern unterstreichen dies. Allerdings sollte er/sie sicher sein, dass die eigenen Mittel auch wirklich ausreichen (wer ist das schon……) – und dann darauf achten, nicht alle Eigenmittel zu verbrauchen, da später möglicherweise entscheidende Sicherheiten für die Gewährung eines Darlehens fehlen. Ich hatte einen Klienten, der genau in diesem Dilemma steckte: Geschäftsentwicklung war über Jahre gut und mit Gewinn verlaufen, hoher Auftragsbestand in den Büchern – aber keine Sicherheiten bzw. Eigenmittel mehr. Eine Reihe von Banken wollten das Vorhaben nicht begleiten – obwohl die Bürgschaftsbank ihre Unterstützung zugesagt hatte! Letztlich hat eine andere Bank das Projekt dann finanziert.

Mein Rat aus dieser Erfahrung: nicht darauf ankommen lassen! Die meisten (Gründer)Projekte weisen ca. 15% -20% Eigenmittel auf. Dies gilt für besonders für Handel und Dienstleister, von Produktionsbetrieben jedoch wird deutlich mehr erwartet, bis zu 35% mitunter.

Finanzierung ohne Eigenkapital: was zieht Investoren an, was stößt sie ab

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Finanzierung ohne Eigenkapital
Finanzierung ohne Eigenkapital; Daniel Gast_www.pixelio.de

Ich zeige hier Auszüge aus den Erfahrungen verschiedener Kollegen, welche häufig für Projekte, welche Eigenkapital benötigen, Investoren suchen. Ich hoffe, dass diese das Bild, welches ich in Knackpunkte für Investoren  gezeichnet habe, noch etwas nachschärfen.

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Finanzierung ist ein aussagekräftiger Business Plan, der zeigt, dass es sich um eine gründlich durchdachte Geschäftsidee handelt. Er sollte natürlich zu allen Themen, welche in den einschlägigen Mustern für Business Pläne angegeben werden, etwas sagen. Eine Langfassung mit 80 bis 100 Seiten ist jedoch – zunächst – nicht notwendig. Am besten wäre eine Präsentation inkl. Finanzplan, in welcher auf ca. 30 bis max. 40 Seiten die entscheidenden Informationen und Daten prägnant zusammengefasst werden. Auf alle Fälle sollte er auch die folgenden Schlüsselfaktoren berücksichtigen bzw. darstellen: Den Rest des Beitrags lesen »

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