Working Capital Management

Working Capital Management dient zur Reduzierung der Kapitalbindung und führt damit zur Freisetzung von Liquiditätsreserven.
Working Capital ergibt sich als Saldo aus dem Umlaufvermögen und den kurzfristigen Verbindlichkeiten eines Unternehmens. Working Capital Management sorgt dafür, dass die Kapitalbindung optimiert, die laufende Zahlungsfähigkeit unterstützt und die Kapitaleffizienz verbessert wird.

Im Bezug auf die interne Kapitalfreisetzung hilft Working Capital Management zur Freisetzung von Mitteln für eine andere Verwendung im Unternehmen. So zum Beispiel auch für die permanente Absicherung und Optimierung der Zahlungsfähigkeit oder zur Finanzierung für andere/neue Vorhaben.
Die Bilanzpositionen „Forderungen“ und „Vorräte“ liegen im Fokus der Working Capital Optimierung.
Diese werden strukturiert, verbessert und münden in einer effizienteren Handhabung von Ressourcen für den laufenden Betrieb.

Zur Working Capital Berechnung (im engeren Sinne) werden Vorräte und kurzfristige Forderungen addiert und dann die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen subtrahiert. Sie werden auch als Net Working Capital (im engeren Sinne) bezeichnet, welches im Fokus der Optimierungsbemühungen steht.

Kennzahlen des Working-Capital-Management sind u.a.:

Reichweite der Vorräte in Wochen, gemessen am künftigen Materialverbrauch (Roh-,Hilfs- und Betriebsstoffe) oder am geplanten Umsatz (Verkaufsfertige Bestände)

Days Sales Outstanding: Durchschnittliche Anzahl der Tage (oder auch Wochen), in denen der rechnungsstellende Betrieb auf die Bezahlung seiner Forderungen wartet.

Liquiditätsreserve freistellen durch richtiges Working Capital Management

Um eine Liquiditätsreserve (weiterführend kaufmännische Nachsorge) zu nutzen, sollte zielführendes Working Capital Management angewandt werden. Denn immer noch zu häufig sieht es in deutschen mittelständischen Betrieben so aus, dass große Summen an Geld durch Vorräte in Lagerbeständen an Rohmaterialen, verkaufsfertigen Beständen (Fertig- und Handelswaren) oder langen Zahlungsfristen von Kunden unnötig gebunden werden.

Um nun Liquiditätsreserven „freizustellen“ sollte man die Kapitalbindung in Forderungen/ Außenständen und in den Vorräten reduzieren, um so mehr Geld kurzfristig zur Verfügung zu haben.
Liquiditätsreserven sind natürlich ein Segen für jedes Unternehmen. Liquiditätsreserven werden rasch für weitere Zwecke im Unternehmen genutzt.