Finanzplanung

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Für viele ein Horror, für einige (wie mich) höchst spannend und für jeden, der einen Geldgeber für sein Vorhaben sucht, absolut notwendig: der Finanzplan. Ich biete hier links von zwei Videos zum Thema an, welche ich vor ein paar Monaten aufgenommen habe. Die wichtigsten Dinge, die es dabei zu beachten gilt, sind in Kürze auf den Punkt gebracht.

http://www.franchiseportal.de/wissen-fuer-gruender/glossar/umsatzplan-kostenplan-a-27676.html

http://www.franchiseportal.de/wissen-fuer-gruender/glossar/finanzplan-a-4922.html

Jeweils gut 2 Minuten geben eine hilfreiche Orientierung.

Finanzierung durch Fördermittel: Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand – ZIM

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Eine tolle Idee, aber kein Geld um diese zu verwirklichen. Wo findet man nun das Geld, das ein vergleichsweise riskantes Projekt finanziert, denn die Idee oder das Geschäftsmodell stecken ja noch in den Kinderschuhen, muss entwickelt und getestet werden. Einen Prototyp braucht es dann auch noch, sonst glaubt ja niemand, dass das funktioniert – und dann kauft’s auch niemand. Vor solch einer Situation stehen nicht nur junge Unternehmen, sondern auch solche, die schon länger am Markt sind. Jedoch: wenn für die wirtschaftliche Entwicklung des Standortes Deutschland besondere Risiken übernommen werden müssen, dann schiebt auch „Vater Staat“ mit speziellen Förderprogrammen an.

ZIM ist ein Fördermittelprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Sein Ziel ist, die Innovationskraft und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes zu stärken. Hier der link zur Website:  http://www.zim-bmwi.de/zim-ueberblick . Das Programm fokussiert die Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungs(FuE)aktivivtäten und somit technische Innovationsvorhaben im Mittelstand, wobei es offen für jede Technologie und aus jeder Branche ist. Bei den Vorhaben muss es um Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen gehen. Auch Kosten der Markteinführung für innovationsbezogene Beratungsdienste und Dienstleistungen können durch das Programm finanziert werden.  Als Mittelstand gelten hier bereits gegründete Unternehmen, welche auch schon regelmäßig produzieren bzw. mit ihrer Leistung auf dem Markt sind und nicht mehr als 50 Millionen Umsatz pro Jahr erwirtschaften oder nicht mehr als 500 Mitarbeiter haben. Gefördert werden entweder Einzelprojekte (ein Unternehmen alleine), Kooperationsprojekte (mind. zwei Unternehmen und/oder Beteiligung einer Forschungseinrichtung) oder Kooperationsnetzwerke aus mindestens sechs Unternehmen, wobei Forschungseinrichtungen hinzustoßen können.

Die „zuwendungsfähigen Kosten“ (praktisch Bemessungsgrenze) für Forschung und Entwicklung liegen in allen drei Fällen bei €380.000 je Projekt. Davon werden je nach Unternehmensgröße und Bundesland (alt/neu) zwischen 25% und 50% – bei Beteiligung ausländischer Partner bis zu 55% – als nicht rückzahlbarer Zuschuss finanziert; der Rest ist durch den Eigenanteil abzudecken. Falls eine Forschungseinrichtung beteiligt ist, so ist die Bemessungsgrenze für diese auf €190.000 je Teilprojekt begrenzt. Ganz wichtig: erst Förderung beantragen und bestätigen lassen, dann mit dem Projekt beginnen. Ansonsten geht die Förderung verloren, d.h. nachträglich Mittel beanspruchen geht nicht.

Entscheidend für eine Förderung ist der Innovationsgehalt des Vorhabens, der wiederum an folgenden Kriterien festgemacht wird:

  • höheres technologisches Niveau,
  • größere technische Leistung,
  • ein erhebliches aber kalkulierbares Risiko ist involviert
  • es werden Marktchancen und Arbeitsplätze geschaffen und
  • eine Realisierung ist ohne Förderung nicht oder nur unter erheblichen Zeitverzug möglich.

Falls alle Voraussetzungen erfüllt sind, können Kosten für Personal, für Aufträge an dritte Forschungseinrichtungen wie auch andere Kosten angesetzt werden. Achtung: die entsprechenden Ausgaben sind erst zu tätigen und dann – also rückwirkend – abzurechnen. Hierbei muss das Unternehmen darauf achten, dass eine eventuelle Liquiditätslücke überbrückt wird.

Kosten im Zusammenhang mit der Markteinführung sind bis zu €50.000 förderfähig und werden mit 50% bezuschusst. Bei diesem Zuschuss  geht es im besonderen um den Schutz des geistigen Eigentums, Marktforschung, Tests, Gütezeichen, Zertifizierungen etc.  Im Übrigen gilt das Gleiche wie für die FuE-Fördermittel: erst zahlen, dann abrechnen!

Man sieht, dass es nicht nur Geld für die Projekte der jungen bzw. start-up Unternehmen gibt, sondern auch für Mittelständler, die bereits lange am Markt sind.  Die Beantragung kostet zwar, wie häufig  bei der Förderung durch Steuergelder,  Zeit (wofür man z.B. auch Berater engagieren kann), jedoch erlangt man dann Mittel, die das eigene Geschäft kräftig voranbringen können.

Working Capital & Asset Management: Absicherung von Kundenzahlungen, Vertrauen schaffen auf beiden Seiten

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Hand auf Geld
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Legen Sie in der Liquiditätskontrolle jederzeit ein besonderes Augenmerk auf den Geldzufluss aus dem operativen Geschäft. Ein berechenbarer Geldeingang ist für die eigene Zahlungsfähigkeit absolut wichtig (bei steigender Bedeutsamkeit je höher die Beträge werden).

Heute stelle ich als eine Variante des „best practice“ im Asset Management das Verfahren des Solardachsteinherstellers „Autarq“ aus der Solarbranche vor. Autarq sichert die beträchtlichen Beträge, die seitens der Kunden an Autarq nach Auftragserteilung zu leisten sind, über ein Treuhandkontoverfahren ab. Der Kunde (Treugeber) leistet die komplette fällige Zahlung inklusive Umsatzsteuer auf ein Treuhandkonto. Die Auszahlung der Beträge erfolgt durch einen qualifizierten Treuhänder nach Leistungsfortschritt. Diese Leistungsschritte sind zwischen Treugeber und Treuhänder im Vorfeld schriftlich zu vereinbaren. Die Freigabe kann der Treugeber selbst, oder ein Beauftragter übernehmen.

Hier ein Auszug aus einem Angebot Autarqs damit Sie sehen, wie es funktioniert: 

Zahlungen und Sicherung 

Für die Auftragsabwicklung greifen wir auf ein Treuhandkontoverfahren zurück, bei welchem Sie als Kunde an einen Treuhänder Zahlungen leisten und nicht an Autarq direkt.  Unser Treuhandpartner ist die Rechtsanwaltskanzlei Neuendorff http://www.eco-treuhand.de

Als junges Unternehmen ist Autarq auf einen planbaren Zahlungsfluss angewiesen. Durch das Treuhandverfahren wird für Autarq die schrittweise Bezahlung gemäß Projektfortschritt gewährleistet. Gleichermaßen haben Sie als Kunde den Vorteil, dass der Treuhänder garantiert erst nach erbrachter Leistung und erst nach Erhalt des von Ihnen unterzeichneten Freigabescheins die jeweils fällige Abschlagszahlung an Autarq leistet. Bei Nichterbringung der Leistung durch Autarq erstattet der Treuhänder den Betrag auf dem Treuhandkonto an Sie zurück.

Nach Auftragserteilung erfolgt die Zahlung des Gesamtbetrages auf das Treuhandkonto. Über jede Veränderung auf dem Treuhandkonto erhalten Sie eine Benachrichtigung. Der Betrag auf dem Treuhandkonto wird in folgenden Abschlägen von Ihnen bzw. Ihrem Projektverantwortlichen freigegeben und vom Treuhänder an Autarq ausgezahlt: 

– 1. Abschlag – 60% des Gesamtbetrags

Die Zahlung erfolgt nach Anlieferung der Solardachsteine frei Baustelle. Der von Ihnen unterschriebene Ablieferbeleg des Spediteurs gilt als Freigabeschein fur die Abschlagszahlung. 

– 2. Abschlag – 20% des Gesamtbetrags

Die Zahlung erfolgt nach Anlieferung der Laderegler, Wechselrichter und Verkabelungsmaterial frei Baustelle. Der von Ihnen unterschriebene Ablieferbeleg des Spediteurs gilt als Freigabeschein für die Abschlagszahlung. 

– 3. Abschlag – 20% des Gesamtbetrags

Die Zahlung erfolgt nach Anlieferung der Solarbatterie frei Baustelle. Der von Ihnen unterschriebene Ablieferbeleg des Spediteurs gilt als Freigabeschein für die Abschlagszahlung

Entscheidend ist hier die Einrichtung und Leistung (Zahlung) auf ein Treuhandkonto, welches zwei wesentliche Funktionen hat:

  1. Zum einen signalisiert es dem Lieferanten, daß genügend Geld verfügbar ist, um seine Leistung vollständig zu bezahlen. Damit scheiden Verluste von Forderungen einerseits aus. Andererseits wird durch die phasenweise Auszahlung, d.h. Zahlungsschritte geknüpft an im Vorfeld vereinbarte Leistungsschritte, der Liquiditätseingang planbar.
  2. Der Kunde erhält zwei Sicherheiten, im Insolvenzfall geht sein Geld nicht unter in der Masse. Sein Geld wird erst dann auf das Konto des Lieferanten geleistet, sobald der Leistungsschritt wie vereinbart erfolgt ist. Damit werden etwaige Friktionen und Streitigkeiten zwischen Kunde und Lieferant von vornherein nahezu vollständig eliminiert.

Natürlich kann dieses Modell, je nach Projekt- oder Geschäftstyp hinsichtlich der Definition der Leistungsschritte und der damit verbundenen Auszahlungsschritte variiert werden. Der entscheidende Nutzen für beide Parteien wird auf alle Fälle durch die Zug-um-Zug-Konstruktion erbracht. Fazit:  ein Beispiel für gutes Working-Capital-Management.

Finanzierung: Viele Wege führen zum Geld

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©Thorben Wengert/pixelio      www.pixelio.de

Der Artikel in der DUB/Handelsblatt spricht, gegenüber Eigenkapital und konventionellen Darlehen, alternative Finanzierungen für den Mittelstand an. Es ist auf alle lohnenswert, ein breites Spektrum an Finanzierungsmöglichkeiten im Auge zu haben. Bezeichnenderweise wird der Innenfinanzierung die grösste Bedeutung eingeräumt. Hinter dieser Alternative steckt zum grössten Teil die Kapitalfreisetzung durch working-capital-management, die jedes Unternehmen per autonomer Entscheidung angehen an, sei es mit eigenen Kräften oder mit externen Experten.  Noch ein Wort zum Leasing: selbstverständlich schont Leasing das Konto bzw. die Kasse und begünstigt auch die Eigenkapitalquote und damit das Rating. Allerdings sollten Sie auch daran denken, dass Leasing in vielen Fällen teurer im Vergleich zu konventionellen Bankdarlehen ist.  Ich hebe ebenfalls die Aussagen zur Liquidität und Eigenkapitalquote (in der Mitte des Artikels) heraus. Die Zahlungsfähigkeit wie auch die prinzipielle finanzielle Stabilität sind entscheidend für die Bonität und für die Kosten des Kredits. Gegebenenfalls sollten Unternehmen hierzu ein „Fitnessprogramm zur Verbesserung der Bonität“ starten.

Hier geht es zum Artikel:    http://www.dub.de/newsinhalte/finanzierung/ein-guter-mix-zahlt-sich-aus/  

Working Capital & Asset Management : Interne Kapitalfreisetzung

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Working Capital & Asset Management
Working Capital & Asset Management                         Thorben Wengert http://www.pixelio.de

Hier geht es vor allem um die Freisetzung von Mitteln für eine andere Verwendung im Unternehmen, wie auch um die permanente Absicherung und Optimierung der Liquidität – und zwar über längere Zeit. In diesem Artikel betrachten wir Maßnahmen im operativen Bereich; Stichwort: Asset Management, insbesondere Forderungen sowie Vorräte an Rohstoffen, Werkstattbeständen und Fertigerzeugnissen. Diese Bilanzpositionen liegen im Fokus der Working Capital Optimierung. In weiteren Artikeln werden strategische bzw. planerische Gesichtspunkte behandelt.

Das Asset Management richtet sich auf die effiziente Handhabung der Einkommensquellen und Ressourcen für den laufenden Betrieb. Den Rest des Beitrags lesen »

Working Capital & Asset Management: ABC-Analyse.

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ABC-Analyse
ABC-Analyse – lagerwiki

„Wir machen mit ca. 20% unserer Kunden 60% aller Umsätze. Mit weiteren 30% machen wir ca. 25% unseres Umsatzes und der Rest von 15% unserer Umsätze verteilt sich auf 50% der Kunden“ So in etwa der Vertriebschef eines Unternehmens aus dem Bereich für Hausgeräte. In der Tat kann man aber auch seine Lagerbestände – ob Rohstoffe oder Fertigprodukte – nach der gleichen Methode, der sog. „ABC-Analyse“ betrachten; z.B.: „Nur 10% unserer Lagerartikel machen 75% unseres wertmäßigen Bestands (oder auch Jahresverbrauchs) aus,  weitere 25% der Positionen decken 20% des Bestandswertes ab und der Rest von 65% machen nur 5% des Bestands aus.“ Was ist nun der Hauptzweck dieser Analyse –  die immer einer Beurteilung sowie der Definition von Maßnahmen im Working Capital Management vorausgehen müssen?

Es geht darum, den Fokus der Anstrengungen auf die Lagerartikel zu richten, bei denen es sich zuallererst lohnt, die Kapitalbindung zu optimieren. Hierzu ein Beispiel aus „lagerwiki“: „Oftmals ist ein Großteil des im Lager gebundenen Kapitals auf eine stückzahlmäßig geringe Anzahl von Waren verteilt. Die ABC-Analyse gibt in der Logistik Auskunft über diese Kapitalverteilung auf einzelne Waren im Lager. Sie zeigt deutlich bei welchen Waren besonders auf Bestandsoptimierung geachtet werden sollte. Bei Normteilen wie Schrauben die in großen Stückzahlen benötigt werden macht eine aufwendige Bestandsoptimierung kaum Sinn. Es ist wirtschaftlich einfach nicht sinnvoll, einen Mitarbeiter mit dem Einholen von Angeboten, deren Vergleich und der Ermittlung des optimalen Lagerbestandes stundenlang zu beschäftigen um ein paar Euro beim Einkauf zu sparen, nicht zuletzt da diese Teile sehr wenig Platz im Lager einnehmen und auch preisgünstig zu erwerben sind. Hinzu kommt dabei auch noch das gerade Normteile oftmals von vielen Lieferanten zu ähnlichen Konditionen und ohne große Lieferverzögerungen zu beziehen sind.“ Stattdessen müssen jene Artikel identifiziert werden, für welche, mit Blick auf das Produktionsprogramm bzw. den betrieblichen Bedarf, sorgfältig ein Sicherheitsbestand wie auch, unter Berücksichtigung der Lager- und Beschaffungskosten, eine vernünftige Bestellmenge festgelegt werden sollen. Erst dadurch wird eine Optimierung bei vergleichsweise teuren Artikeln gezielt und besonders wirkungsvoll, um schließlich zu viel gebundenes Kapital freizusetzen.

Zusammengefasst kann man sagen: Die ABC-Analyse (hier im Bereich Lager) ist ein Standardinstrument, welche immer vor einem Working Capital Management durchgeführt werden muss. Dadurch werden die entsprechenden Maßnahmen auf die interessantesten Bereiche fokussiert und so das Freisetzungspotential an gebundenem Kapital voll zur Entfaltung gebracht.

Finanzierung: KfW – Unternehmerkredit

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Fördern und Wachsen Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Fördern und Wachsen      Klaus-Uwe Gerhardt / http://www.pixelio.de

„Fördermittel gibt’s ja praktisch nur für Gründer“. Falsch! Auch bestehende Unternehmen können für ihre Ideen und Vorhaben KfW-Kredite erhalten – und zwar in mehreren Ausführungen, d.h. aus unterschiedlichen Programmen. Hier das Beispiel eine „Klassikers“ darunter: der  KfW-Unternehmerkredit der Programmnummer 037 / 047.

Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU),  die seit 5 Jahren am Markt sind. Als KMU gilt laut EU-Definition ein Unternehmen, welches bis zu €50 Millionen Umsatz macht oder eine Jahresbilanzsumme von bis zu €43 Millionen hat und weniger als 250 Mitarbeiter hat. Den Rest des Beitrags lesen »