Existenzgründung & Kredit: Beratungskosten und –zuschüsse von der BAFA und RKW Hessen (o. entsprechende Ländereinrichtungen)

Existenzgründung & Kredit_original_Rainer Sturm_pixelio.de
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Beratung oder nicht Beratung – das ist hier die Frage! Wenn Gründer oder auch kleine und mittlere Unternehmen das hören, stellen sich oftmals bei vielen die Nackenhaare zu Berge: „wollen nur was verkaufen, Scharlatane, wissen alles besser, sauteuer – und nichts dahinter, kann ich selber(?)“. Zugegeben: es gibt eine Reihe schwarzer Schafe in der Beraterzunft, jedoch auch eine ganze Menge erfahrener Experten, die wertvolle Beiträge zur Entwicklung des Unternehmens oder zur Lösung dringender Themen beitragen. So manches Unternehmen wäre gut „zum Fliegen“ gekommen und hätte sich gut entwickelt, hätte man sich nur den Beitrag kompetenter Erfahrungsträger gesichert.

„Woher weiß ich, dass ich kein „Schwarzes Schaf“ an Bord ziehe?“ Natürlich kommt man um eine sorgsame Auswahl eines vetrauenswürdigen Beraters nicht herum. Man kann sich dabei z.B.  an den Beratern orientieren, mit denen das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ( kurz BAFA – Organisation des Bundeswirtschaftsministeriums) oder das RKW in Hessen (die anderen Bundesländer haben auch so eine Institution) zusammenarbeiten. Das BAFA betreut Unternehmen, die bereits gegründet haben oder nun wachsen wollen, das RKW betreut all diejenigen, die mit Ihrer Idee/Projekt usw. noch vor der Gründung stehen. Beide Organisationen prüfen die Berater vorab, mit denen sie zusammenarbeiten, und lassen Sie dann offiziell zu einem Beratungseinsatz zu, was auch in Ihrer Datenbank hinterlegt wird. Der Beratungseinsatz kann durch ihre Organisation, also letztlich den Staat, mit Zuschüssen unterstützt werden.  Somit kann diese Zulassung in gewisser Weise als ein Hinweis verstanden werden, dass der entsprechende Berater seriös und kompetent ist und es höchstwahrscheinlich keine bösen Überraschungen mit ihm gibt. Eine weitere und auch sehr gute Möglichkeit ist, sich Berater, die schon bei anderen Gründern und Unternehmen einen guten Job gemacht haben, sich empfehlen zu lassen. Auch auf diesem Wege finden Sie gute Experten, die Ihnen wertvolle Hilfe leisten.

„Und was kostet das jetzt? Guter Rat ist teuer!“  Nicht unbedingt. Hier ein Fingerzeig auf die am häufigsten gebuchten Beratungen, wobei diese von einer Beratungsdauer von ca. 5 Tagen ausgehen: zur Vorgründungsberatung (z.B. RKW Hessen)  in Höhe von maximal €3.450 gibt der Staat €2.000 dazu, so dass die ganze Beratung für das beratene Unternehmen nur auf €1.450 netto (ohne MWSt.) kommt. Für die Beratung von Gründern gibt die BAFA 50% von maximal €.4000 dazu, für bestehende Unternehmen (länger als 2 Jahre am Markt) 50% von maximal €3000.  Damit bleiben für die beratenen Gründer bzw. Unternehmen maximal €2.000 bzw. €1.500 Eigenanteil. Diese Investition sollte für Unternehmer, die mindestens auf hohe fünfstellige oder doch eher sechsstellige Geschäfsvolumina zielen und in der Struktur der Gesamtkosten einen eher kleinen Anteil ausmachen, durchaus überschaubar und verkraftbar sein. Wer glaubt, dass er dies immer noch nicht schaffen kann, weil für die Werbung, die Betriebs- und Geschäftsausstattung, die Entwicklung, Reise zu Messen et. etc. etc. etc. immer noch zuviel Geld „draufgeht“, sollte sich fragen, ob er nicht am falschen Ende spart und Umsatzpotentiale „links liegen“ lässt sowie möglicherweise die Zahlungsfähigkeit seines Unternehmens aufs Spiel setzt. Kompetente Unterstützung z.B. bei der optimalen Vorgehensweise in der Kundenakquisition oder in der konsequenten Liquiditätsplanung und -kontrolle machen sich allemal mehr als bezahlt. Deswegen sind sie vom Charakter her weniger als Ausgabe sondern als Investition zu sehen.

Fazit: gute Beratung kostet Geld – keine Beratung kostet mehr Geld: besonders durch nicht realisierte Umsatzpotentiale und nicht erkannte oder nicht behandelte Risiken im Finanzbereich.

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