Kostenreduzierung – Grundsätzliche Überlegungen

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Kostenreduzierung
Kostenreduzierung Jorma Bork_pixelio.de

Grundsatz

Für eine gezielte d.h. zweckmässige Kostenreduzierung müssen wir vorab einige Überlegungen anstellen. Dies soll dazu führen, dass wir einerseits Kostenbelastungen möglichst rasch reduzieren, dabei jedoch nicht „zuviel wegschneiden“ und dadurch unser Geschäft gefährden. Denn die Leistungserstellung bzw. der laufende Betrieb müssen ja mit ausreichend Geld „befeuert“ werden. Es gilt also bei der Kostenreduzierung Augenmaß zu bewahren und ein kostenoptimales Niveau für unser Geschäft sicherzustellen.

Potential kurzfristig reduzierbarer Kosten zuerst angehen

Als erstes konzentrieren wir uns darauf, wo Einsparungen relativ schnell vorgenommen werden können. Hierzu gehören die variablen Kosten, welche direkt durch hereingenommene Bestellungen oder Projekte verursacht werden.  Materialien (siehe auch Vorräte)oder auch kurzfristig abbaubare Personal- und Dienstleistungen sind Beispiele, welche innerhalb von Tagen oder Wochen an einen verringerten Auftragseingang angepasst werden können – und es bleibt infolge auch mehr Geld in der Kasse.

Als nächstes prüfen wir, in welchen Bereichen evt. Verschwendungen in Laufe der Zeit Platz gegriffen haben und ebenfalls schnell eliminiert werden können. Das kann im ganzen Unternehmen über viele Kostenarten hinweg gehen z.B. von Zeitschriftenabonnements über Reisekostenbestandteile sowie Werbe- und PR-Ausgaben bis hin zum Einsatz von externen Kräften für bestimmte Aufgaben.

Schliesslich können auch Prozesse  optimiert werden, vornehmlich um Kostentreiber wie z.B. Anzahl von Materialbestellungen, Auftragsgröße, Anzahl erstellter Rechnungen, Häufigkeit von Forderungsausfällen, Häufigkeit von Umrüstungen etc. in den Griff zu bekommen.

Bei all diesen Aktionen ist es generell in Ordnung, ziemlich schnell gut 80% des Reduzierungspotentials anzugehen und einzufahren. Auch wenn die restlichen 20% natürlich auch wünschenswert wären, sollten wir uns immer überlegen, ob wir die in Kleinarbeit noch rauskratzen oder besser gleich zum nächsten Brocken übergehen.

Abbau von fixen Kosten planen und umsetzen

Wie dieser Kostencharakter schon nahelegt, kann es hier schon viele Monate oder gar noch länger dauern, bis sie reduziert oder eliminiert sind. Hier geht es häufig zum einen um Personal, dass nur unter Beachtung bestimmter Fristen und weiterer Vorschriften freigesetzt werden kann. Zum anderen kämen hier ebenfalls der Verkauf von nicht mehr benötigten Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie z.B. die fristgemäße Kündigung von Büromietverträgen in Frage. Jedoch Achtung: besonders beim Verkauf von Anlagegegenständen (und auch von manchem Umlaufvermögen!) ist darauf zu achten, dass diese nicht als Sicherheiten z.B. im Rahmen eines Darlehensvertrages angedient wurden, ansonsten gibt es hier das nächste Problem – mit der Bank, zum Beispiel……   Wir müssen darüberhinaus auch alle Produkte und Projekte dahingehend zu prüfen, inwiefern sie Geld verdienen oder nicht. Kosten können wir sehr wirkungsvoll auch dadurch einsparen, dass wir  damit aufhören, uns mit Verlustbringern zu beschäftigen und verbleibende (sog. remanente) Kosten so schnell wie möglich abbauen.

Augenmaß notwendig

Vorsicht: bei all dem ist in Erinnerung zu halten, dass das Geschäft auch in Zukunft eine Chance haben muss, zu laufen und (wieder) zu wachsen. So müssen wir weiterhin ausreichend Vertriebs- und Marketingpersonal zur Verfügung halten, um das Geschäft und den Umsatz voranzutreiben, wie auch z.B. in Forschung und Entwicklung die Kapazitäten für Innovation und Zukunftsfähigkeit unseres Geschäftes sicherstellen. Es gibt also in jedem Unternehmen Bereiche, welche ein besonderes Augenmass im Rahmen einer Kostenreduzierungsaktion erfordern.

Durchführung eines Kostenreduzierungsprojektes

Ob viel oder wenig, im gesamten Unternehmen oder nur in bestimmten Bereichen – wir sollten planen und in den folgenden Schritten vorgehen:

Zuerst das Reduzierungspotential in den einzelnen Kostenarten und Bereichen abschätzen, dann schnell abbaubare Kosten (sog. „low hanging fruits“) priorisieren, dann Einzelmaßnahmen definieren und konsequent durchführen, dann Erfolgskontrolle durchführen. Für das Ganze sollte ein Projektverantwortlicher bestimmt werden, der mit Spezialisten in den Bereichen bzw. Abteilungen für die Umsetzung der Maßnahmen sowie für eine zeitnahe Berichterstattung an die Leitung sorgt.

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Ein Kommentar zu „Kostenreduzierung – Grundsätzliche Überlegungen

    […] Kostensenkung (Siehe auch Kostenreduzierung) […]

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